Kreatives Schreiben im Alltag – 10 Inspirationen

Wie komme ich wieder mehr zum Schreiben? Wo finde ich Inspiration? Und was tun bei einer Schreibblockade? Während meines Projektes One Poem a Day habe ich mich mit diesen und anderen Fragen rund ums Thema „Schreiben“ beschäftigt. Antworten und neue Fragen fand ich in der Kunst, bei anderen Bloggern, Dichtern, aber auch im Supermarkt oder im Regionalzug. Für alle, die ein wenig in den Texten zur Urbanen Inspiration stöbern möchten, gibt es im Folgenden eine kleine Übersicht. Mit einem Klick auf die jeweilige Überschrift gelangt ihr zu den kompletten Texten.

schreibmaschine_erika

1. Wie man eine Stadt aufschreibt

Schreibtechnik:
Den Blick vom Besonderen auf das Alltägliche lenken und die Eigenheiten einer Stadt notieren, die auf den ersten Blick bedeutungslos erscheinen
Inspiration:
Der Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen des französischen Schriftstellers Georges Perec, das Buch Graz, Alexanderplatz der serbischen Autorin Barbara Marković

2. Und morgen schreibe ich ein Buch

Schreibtechnik:
Ein Buch schreiben oder andere Herzensprojekte verwirklichen – mit realistischen To-do-Häppchen und konkreter Zeitplanung die Prokrastination austricksen
Inspiration:
Angestellte wie Kafka, Thomas Kunst, Charles Bukowski, Frank O’Hara

3. 6 Arten, eine literarische Liste zu schreiben

Schreibtechnik:
Ein Listengedicht schreiben
Inspiration:
Susan Sontags Tagebücher, der Dichter Peter Handke und „Die japanische Hitparade vom 25. Mai 1968“, die Listen in Adam Greens Buch magazine und einige mehr

4. Sie haben da einen Kassenbon an der Wand

Schreibtechnik:
Schöne Wörter auf Kassenbons entdecken und als Basis für einen Text benutzen
Inspiration:
Monochrome Till Receipt (White) der britischen Konzeptkünstlerin Ceal Floyer, die Kassenbongedichte der Künstlerin Susann Körner

Kassenzettel

5. Aufs Maul geschaut

Schreibtechnik:
Menschen skizzieren mit dem, was sie sagen
Inspiration:
Der Blog www.belauscht.de, Erkan Dörtoluk und sein Twitterkanal @rheinbahn_intim

6. Mit Schnipselpoesie gegen Schreibblockaden

Schreibtechnik:
Wörter aus der Zeitung ausschneiden und daraus einen Text machen – mit Spaß an der Sprache Schreibblockaden lösen
Inspiration:
Der Berliner Carsten Schneider und seine Collagenbilder, die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und ihre Gedichte aus Zeitungsschnipseln, die Bloggerin Nadine Koberling und ihre „Schnipseljagd“

7. Kurz und gut

Schreibtechnik:
Haiku/Kurzgedichte schreiben
Inspiration:
Die reduzierte Kunst und die urbanen Haiku von Rafaël Rozendaal, der Dichter Arnfried Astel und sein Haiku über ein weggeworfenes Blatt Papier

8. Der literarische Einkaufszettel

Schreibtechnik:
Eine Geschichte aus einem gefundenen Einkaufszettel spinnen
Inspiration:
Die Künstlerin Sabine Knauf und ihre Einkaufszettel-Collagen, Wigald Bonings Einkaufszettel-Geschichten

9. Wie man mit Worten fotografiert

Schreibtechnik:
Fotos mit Worten machen – also Dinge und Szenen, die man normalerweise fotografieren würde, mit wenigen Wörtern und ohne Prädikat festhalten
Inspiration:
Der Schriftsteller Peter K. Wehrli und sein Katalog von Allem, der ungarische Dichter Simon Márton und sein Buch Polaroidok

Zeit schreiben

10. Ein Jahr ist eine lange kurze Zeit

Schreibtechnik:
Ein Jahr lang jeden Tag etwas Bestimmtes schreiben
Inspiration:
Die Journalistin Meike Winnemuth und ihr Projekt Das kleine Blaue, der norwegische Produktdesigner Stian Korntved Ruud und seine täglichen Holzlöffel

11 Antworten auf „Kreatives Schreiben im Alltag – 10 Inspirationen“

          1. Mich hat ursprünglich der (neuerdings massive) Gebrauch des Apostrophs gefesselt. Da dieses Gebiet jedoch schon recht umfassend erforscht ist, schlug meine Dozentin vor, mir den Bindestrich anzuschauen. Ähnliche Tendenzen, aber so lustig Trennungen wie für’s und Anana’s findet man dort leider nicht ;)

          2. Eine sehr gute Entscheidung, das Thema Apostroph ist tatsächlich schon wieder ein bisschen out. (Obwohl – wie geil ist denn „Anana’s“!) Da bin ich ja neugierig: Hast du einen Fun Fact zum Thema Bindestrich?

          3. Nein, leider ist der Bindestrich kein so ausgefallenes Thema.
            das spannendste an der Arbeit war, dass meine empirische Grundlage 12 Spiegel-Ausgaben waren. Da ich sonst kaum Zeitungen oder Zeitschriften lese, fand ich es sehr spannend, mich in die Spiegel-Lektüre zu vertiefen. ;)

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